Lehrlingsarbeit: Tritt aus Eiche von Jannis Hensler

2021, November

Beitrag von Jannis Hensler, Schreiner-Lehrling, 3. Lehrjahr, Fachrichtung Möbel/Innenausbau

Teil 1: Planung

Ich konnte für einen Kundenauftrag einen Tritt herstellen. Die Planung durfte ich selbstständig erarbeiten. Als erstes machte ich zwei Skizzen für den Kunden, dieser konnte sich ein Modell aussuchen. Die Details besprach ich noch mit Patrik Kälin. Später zeichnete ich den Ausführungsplan, vom Tritt, auf einem CAD-Programm.

 

Teil 2: Umsetzung

2.1 Aushobeln: Als erstes musste ich geeignetes Holz suchen. Das Holz darf nicht zu wild sein, das heisst es sollte keine Äste und Risse haben. Anschliessend hobelte ich das Eichenholz auf die gewünschte Breite und Dicke. Zusätzlich benötigte ich noch zwei grosse Flächen, diese leimte ich aus mehreren kleinen Friesen zusammen. Hier verwendete ich wasserfesten Leim.

2.2 Reissen: Den Plan habe ich im Massstab 1:1 und 1:5 ausgedruckt. Mit dem 1:1 Plan konnte ich alle Risse direkt auf meine Friese übertragen. Mit dieser Methode stimmen die Winkel sehr genau. Gleichzeitig bin ich auch sehr schnell.

2.3 Bearbeitung: Nach dem Reissen begann ich mit dem Bearbeiten der Friese. Die Schrägen schnitt ich auf der Tischkreissäge. Ich machte zuerst ein Muster und kontrollierte es mit dem 1:1 Plan, ob der Winkel übereinstimmt. Als Verbindung der Friese verwendete ich Flachdübel. Diese Verbindung kann man ganz einfach mit einer Flachdübelmaschine herstellen. Nach der Maschinenarbeit musste ich noch von Hand Nachbearbeitungen machen.

2.4 Verleimung/Verputzen: Ich entschied mich, dass ich die Verleimung in zwei Etappen machte. Zuerst leimte ich die Friese zusammen. Nach der ersten Verleimung konnte ich die beiden Trittfächen anpassen und danach konnte ich in der zweiten Etappe den Tritt komplett verleimen. Bevor ich aber das zweite Mal verleimte, mussten alle Innenflächen schon fertig verputzt sein, da ich sonst schlecht in den Ecken schleifen kann.

2.5 Lackieren: Da der Tritt später in einem Badezimmer stehen wird, muss er lackiert werden. Bevor ich den Tritt lackierte, Verputz ich den ganzen Tritt nochmals. Beim Lackieren verwendete ich einen halbmatten, aufhellenden Lack. Der Tritt habe ich im Vorhinein schon zusammengeleimt, darum war das Lackieren sehr anspruchsvoll, weil sehr schnell Läufe entstehen.

2.6 Zwischenschleifen: Nach der ersten Lackschicht schleifte ich alle Flächen mit einem 240er-Schleiffpaier. Anschliessend wurde die zweite Lackschicht aufgetragen.


Teil 3: Schlusswort

Mein Fazit: Diese Arbeit hat mir grosse Freude gemacht. Ich konnte noch mehr lernen, wie man mit Winkel arbeitet. Zusätzlich habe ich beim Lackieren von komplizierten Teilen auch viel lernen können. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


Teil 4: Das fertige Produkt