Lehrlingsarbeit: Barhocker von Janik Steiner

2021, Februar

Beitrag von Janik Steiner, Schreiner-Lehrling, 4. Lehrjahr, Fachrichtung Möbel/Innenausbau

Lehrlingsarbeit von Janik Steiner

Teil 1: Planung

Als erstes habe ich vier Skizzen von verschiedenen Barhöckern gemacht. Diese habe ich dann mit Patrik Kälin besprochen. Danach habe ich das Endprodukt in einem 3D-Programm am PC gezeichnet..

Teil 2: Umsetzung

2.1 Überplattung: Begonnen habe ich mit dem Arbeiten an der CNC-Maschine (Computerized Numerical Control). Damit habe ich die Überplattung gefräst. Ich habe sie ein wenig zu klein gemacht, damit ich sie später noch einpassen konnte.

2.2 Zuschneiden: Nach dem Fräsen konnte ich alle Winkel an den Stollen mit einem 1:1-Plan anreissen und dann auf der Tischkreissäge gerade zuschneiden.

2.3 Verbindung: Alle spitzwinkligen Verbindungen habe ich mit einer Dominoverbindung gemacht (ähnlich wie Dübel). So waren die Verbindungen sicher genügend stark und kein Schwachpunkt des Stuhls.

2.4 Verleimen: Danach konnte ich beide Winkel miteinander verleimen. Dies habe ich mit wasserfestem Leim gemacht.

2.5 Fräsen: Als der Leim trocken war, habe ich beim grösseren Winkel noch ein „U“ ausgefräst. So konnte ich dann ein anderes, kleines Holz zusätzlich hineinleimen. Dies machte ich, damit die Stabilisation von der Sitzfläche gewährleistet war.

2.6 Zusammenbau: Die Überplattung habe ich dann geleimt und zusätzlich geschraubt. Damit man keine Schrauben sieht, habe ich die Schrauben versenkt und einen Flickzapfen darüber gemacht.

2.7 Fussraste: Die Fussrasten habe ich in die Stollen versenkt. So ist die Verbindung schlicht und auch sehr stabil. Diese Arbeiten habe ich mit der Oberfräse gemacht. Zuerst habe ich eine Schablone hergestellt und konnte dann das Loch genau Fräsen.

2.8 Fräsen der Sitzfläche: Die Sitzfläche habe ich aus Staron gemacht. Das ist ein mineralischer Werkstoff, den man mit Schreiner-Werkzeug bearbeiten kann. Dazu ist er sehr stabil und kann gebogen werden. Die Sitzfläche habe ich dann an der CNC-Maschine gefräst. Ich habe sie nach hinten konisch gemacht. So sieht sie schlichter aus.

2.9 Biegen der Sitzfläche: Da man den Staron biegen kann, habe ich die Fläche seitlich ein bisschen nach oben gebogen und vorne nach unten. Den Staron habe ich danach mit der Furnierpresse aufgeheizt und dann mit einer Negativ-Schablone gebogen.

2.10 Ölen: Damit das Holz geschützt ist und problemlos mit einem nassen Lappen gereinigt werden kann, habe ich den gesamten Stuhl mit Arbeitsplatten-Öl behandelt.

2.11 Fertigstellung: Zum Schluss habe ich die Fussrasten in die Löcher geklebt und die Sitzfläche auf den unteren Teil geklebt.

Teil 3: Schlusswort

Mein Fazit: Ich fand es eine grossartige Arbeit. Besonders gefiel mir, dass ich einen ganzen Auftrag vom ersten Strich bis zum fertigen Schliff selbständig ausführen konnte. Auch habe ich Neues, wie das Biegen von Staron, gelernt. Das fand ich eine Super-Erfahrung.

Teil 4: Das fertige Produkt