Lehrlingsarbeit: Offenes Regal

2018, Februar

Beitrag von Ramona Styger, Schreiner-Lernende, 3. Lehrjahr, Fachrichtung Möbel/Innenausbau

 

Lehrlingsarbeit von Ramona Styger

Am 5. Februar 2018 bekam ich von Astrid Schnüriger, Teil der Geschäftsleitung, den Auftrag, aus alten Täferriemen ein offenes Regal herzustellen.

1. Planen: Als erstes habe ich mit Frau Schnüriger den Auftrag angesehen. Er bestand nur aus einigen einzelnen Fotos. Sie erklärte mir, wie Sie es sich vorstellt und es am Ende aussehen soll. Nun gab Sie mir für den Auftrag eine Übersichtsskizze, um die Details von Hand oder am Computer zu zeichnen. Ich habe mich für die Handzeichnung entschieden. Die weiteren Fragen konnte ich mit Daniel Kälin, Avor, besprechen. Als ich die Übersichtskizze und die Details fertig hatte, besprach ich sie mit Daniel. Anschliessend habe ich die Werkstoffliste erstellt.

2. Vorbereitung: Nun kontrollierte ich, ob das vorhandene Material auch ausreicht. Glücklicherweise ging es ohne grosse Resten auf.

3. Zuschneiden und bearbeiten des Täfers: Jetzt konnte ich beginnen, die Täferriemen auf der Horizontal-Plattensäge in der Breite auf das genaue Mass zuzuschneiden. Dann ging es an der Bandsäge weiter. Zu Beginn machte ich drei Muster. Ich habe mich für das Muster entschieden, bei welchem die Täferriemen rückwärts durch die Bandsäge gezogen werden. Das Resultat entspricht so am genausten der Vorgabe.

4. Nut und Feder kehlen: Ich schnitt die Seiten auf das genaue Mass zu. Da die Seiten des alten Aufsatzes eine geschweifte Kante hatten, musste ich diese auf die neuen Seiten übertragen. Ich erstellte eine Schablone und zeichnete die Kontur auf die neuen Seiten. Jetzt schnitt ich mit der Bandsäge die Kontur grob nach und schliff sie mit der Kantenschleifmaschine perfekt.

5. Massivholz zuschneiden: Anschliessend schnitt ich aus Eichenholz die Tablarhalterungen zu und faste sie auf einer Seite an.

6. Oberflächenbehandlung: Ich grundierte alle Täferriemen weiss. Dabei war wichtig, dass ich nicht deckend arbeitete.

7. Verleimen: Ich verleimte zuerst die Rückwand. Kurz darauf verleimte ich die beiden Seitenteile. In der Trocknungszeit bereitete ich das Werkzeug für die Montage vor. Sobald der Leim getrocknet war, verputzte ich die Teile. Nun konnte ich an den Seiten noch die Tablarhalter im richtigen Abstand anschrauben. Jetzt konnte die Montage beginnen.

8. Montieren: Nun nahm ich das bereitgelegte Werkzeug und machte mich in unserem Ausstellungsraum bereit für die Montage. Sobald ich das Werkzeug am Ort hatte, nahm ich die drei Teile vom Regal mit nach oben. Nun begann ich mit der eigentlichen Montage. Als erstes stellte ich es auf. Jetzt konnte man die drei Teile zu einem zusammenschieben. Damit es auch zusammenhält, schraubte ich es mit vier kleinen Winkel zusammen. Als nächstes schaute ich, dass alles schön im Blei ist. Daniel half mir und hält das Regal so, dass es im Blei ist, und ich drehte die erste Schraube. Die nächsten Schrauben konnte ich ohne Hilfe selbstständig eindrehen. Nun konnte ich messen, wie breit die Tablare sein müssen.

9. Balkentablare bearbeiten: Ich schaute zuerst welches die schönen Seiten sind und markierte sie. Jetzt konnte ich an der Abricht-Hobelmaschine die hintere Fläche plan hobeln. Als nächstes schnitt ich die Balkentablare in der Breite auf das genaue Mass. Nun kann ich die Ausfräsung einzeichnen und mit einem Planeten-Fräser fräsen. Zum Schluss kontrollierte ich, ob die Tablare schon passen. Perfekt, es passte.

10. Mein Fazit: Mit dem Resultat bin ich zufrieden. Für mich war es eine sehr gute Erfahrung. Man ist sich erst bewusst, auf was man alles achten muss, wenn man etwas von Grund auf selber plant. Frau Schnüriger war zufrieden mit meiner Arbeit, das freut mich sehr.